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Isotonische Getränke

Wasser ist die einzige Flüssigkeit, die für den Menschen lebensnotwendig ist. Die meisten Funktionsprozesse im Körper, wie der Nährstofftransport in die Zelle oder die Ausscheidung von Abbaustoffen, laufen nicht ohne. Wer Sport treibt, schwitzt, muss deshalb mehr als die empfohlene Tagesration von 1,5 Litern trinken. Er verliert in einer Stunde Sport zwischen ein und zwei Liter Flüssigkeit, je nach Belastung. Schwitzen ist wichtig, denn die Muskeln, die sich bei der körperlichen Aktivität erhitzen, müssen regelrecht abgekühlt werden, erklärt Dr. Petra Platen von der Sporthochschule Köln. Durstige sind da schon zu spät dran, ihr Körper leidet bereits unter einem deutlichen Flüssigkeitsmangel.

Bei nur zwei Prozent Verlust des Körpergewichtes durch Flüssigkeit, kann es zu Leistungseinbußen kommen, informiert der Laufprofi Herbert Steffny. Zu welchem Getränk sollte der Breiten- oder Leistungssportler jedoch greifen? Von simplem Leitungswasser bis zum speziellen Sportgetränk ist das Angebot fast schon unüberschaubar.

Während des Sports regelmäßig kleine Mengen trinken

Sportgetränke werden nach drei Klassen eingeordnet: hypotone, isotonische und hypertone Flüssigkeiten. Isotonische Getränke, deren Gehalt an osmotisch aktiven Teilchen denen des Blutes entspricht, werden am schnellsten vom Körper aufgenommen. Zu den isotonischen Getränken zählen Elektrolytgetränke, die in Pulverform oder Fertigdrink im Handel erhältlich sind, aber auch Fruchtsaftschorlen. Der Konsum hypertoner Getränke, wie Säfte und alkoholische Getränke, ist während der sportlichen Betätigung und im Anschluss daran nicht empfehlenswert. Sie entziehen den Schleimhäuten des Magen-Darm-Traktes zusätzlich Wasser, damit sie vom Körper aufgenommen werden können. Hypotone Flüssigkeiten, wie Wasser oder Molke sind dagegen geeignet, weil sie ähnlich schnell aufgenommen werden wie isotone Getränke. Werden spezielle isotonische Getränke in Form von Sportlerdrinks benötigt? Das Urteil der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. fällt eindeutig aus: „Spezielle isotonische Getränke sind für den Breitensportler unnötig.“

Wer jedoch am Stück länger als zwei bis drei Stunden läuft, sollte den Verlust von Mineralstoffen und Spurenelementen ausgleichen. Die Stiftung Warentest empfiehlt ein isotonisches Getränk mit folgenden Inhaltsstoffen: 50 bis 80 Gramm Kohlehydrate, 400 bis 1100 Milligramm Natrium, 120 bis 225 Milligramm Kalium, 500 bis 1500 Milligramm Chlorid sowie die Vitamine B1 und B2.

Als optimales isotonisches Getränke bezeichnet der Deutsche Sportbund die gute alte Apfelsaftschorle: Die Mischung von einem Drittel Saft und zwei Dritteln natriumreichem Mineralwasser, ist nicht besonders süß, versorgt den Körper aber dennoch mit ausreichend Energie durch Zucker, Salze und Mineralstoffe.

 
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