Softdrinks

Unser Körper besteht zu 75% aus Wasser. Deshalb ist Wasser das Lebensmittel schlechthin. Unser Körper benötigt es zum Transport von Nährstoffen, für die Beseitigung von Abfallstoffen und für sämtliche anderen Aktivitäten, die darin ablaufen.

Das alles macht den Stellenwert des Wassers deutlich. Erstaunlich ist, dass die meißten diese immense Bedeutung des Trinkwassers als wichtigstes Lebenselixier zwar kennen, aber das Wasser konsequent durch andere Getränke wie Tee, Kaffee oder Softdrinks ersetzen. Und bei Letzteren sind Cola und Limo besonders beliebt. Warum? Die Antwort würde wohl lauten: „Sie schmecken gut und löschen den Durst.“ Doch das ist falsch! Denn durch ihren hohen Zuckergehalt löschen die Softdrinks eben nicht den Durst, sondern führen im Gegenteil zu einem Wasserverlust, den Mediziner auch als Dehydratation bezeichnen.

Dabei ist gerade unsere Gehirn von einer ausreichenden Wasserversorgung abhängig. Die vom Gehirn benötigte Energie wird nämlich nicht nur von Kohlenhydraten bereitgestellt, sondern auch durch den Wasserdruck. Sinkt dieser wegen Wassermangels, kann das Gehirn damit seinen komplexen Aufgaben nicht mehr gerecht werden. Es kommt zu Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Auch der morgendliche „Kater“ nach Alkoholgenuss ist eine Folge von Wassermangel, da Alkohol zu einer Entwässerung des Körpers führt.

Aber damit nicht genug: Der hohe Zuckergehalt von Softdrinks führt zu einer Gewichtzunahme, zur Verschlechterung der Cholesterin- und Blutzuckerwerte sowie zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Auch die Zahnärzte haben die Softdrinks schon seit Jahren auf der Abschussliste gesetzt. Denn deren Schädlichkeit für die Zähne ist bekannt. Die in den Softdrinks enthaltene Zitronensäure, Kohlensäure und Benzoesäure (Konservierungsmittel) greifen den Zahmschmelz an, der dadurch aufgeweicht wird. Und gerade der Hinweis, sich sofort nach dem Genuss von Softdrinks die Zähne zu putzen, ist doppelt schädlich. Denn ist der Zahnschmelz aufgeweicht, kann er besonders leicht angetragen werden. Nach einer solchen Säureattacke braucht er mindestens 30 Minuten Regenerationszeit. Deshalb sollte darauf hingewiesen werden, dass die Zähne nach dem Genuss säurehaltiger Getränke mindestens 30 Minuten lang nicht gebürstet werden dürfen, da sonst ein erheblicher Schaden entsteht. Empfehlenswert ist hingegen, den Mund mit fluoridhaltigen Lösungen zu spülen und Kaugummi zu kauen.

Auch die zahnschädigende Wirkung von Light-Getränken wird in der Werbung häufig verharmlost. Zwar wird darin der Süßstoff Aspartam verwendet. Sie weisen aber den gleichen Säuregehalt auf wie die Originalprodukte. Der hohe Gehalt an Phosphorsäure, insbesondere in Cola, entzieht den Knochen zudem Calcium und kann so zu Osteoporose führen.

Zum Schluss das erschreckende Ergebnis einer neuen Studie: Personen, die zwei oder mehr Softdrinks pro Woche tranken, hatten ein um 87 Prozent erhöhtes Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken! Auf die Frage „ Warum trinken Sie Softdrinks?“ müssten sie also antworten: „Sie löschen nicht den Durst und machen krank!“

 
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